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Ex-Bioware Entwickler sagt EA will Open-World-Spiele zwecks Microtransaktionen

by Ed Snow

Ex-Bioware Entwickler sagt EA will Open-World-Spiele zwecks Microtransaktionen

Ein ehemaliger Entwickler des EA Studios „Bioware“ spricht in einem Interview über die neue Ausrichtung des Geschäftsmodells von Electronic Arts. Wie er mitteilte, setzt Electronic Arts künftig nur noch Open-World-Spiele, um aus diesen durch Mikrotransaktionen möglichst viel Geld herauszuholen. Dabei sei es dem Publisher egal, was die Spieler wirklich wollen.

Manveer Heir war Jahre lang tätig als Entwickler bei Bioware, dem Studio hinter Mass Effect und dem kommenden Sience Fantasy MMO „Anthem„.  Er selbst hat dabei an Mass Effect 3 und auch Mass Effect Andromeda mitgewirkt. Mit „Waypoint Radio“ sprach er nun, anlässlich der Schließung des Studios „Visceral“. Diese hatte auch zur Folge, dass das neue Star Wars Spiel unter der Leitung von Amy Henning überarbeitet werden solle. Manveer Heir kritisierte darin das Vorgehen von Electronic Arts und das neue Geschäftsmodell. Zudem enthüllte er eine Menge Insider Informationen.

Open World zwecks Microtransaktionen und das Ende traditioneller AAA-Single-Player Games

Offenbar ist, so Heir bei Electronic Arts kein Platz mehr für traditionelle AAA-Single-Player Games. Diese sollen mehr und mehr dem Konzept von Openworld Spielen weichen. Dies hätte den Grund, das sich so durch Mikrotransaktionen mehr Umsatz erzielen lässt. Es geht darum Spiele zu Entwickleln, die langfristig Profite abwerfen. Diese Vorwürfe macht er aber nicht nur EA sondern auch anderen großen Publishern.

„EA setzt definitiv mehr auf Open-World-Spiele weil man sie besser monetarisieren kann. Damit Spieler immer wieder zurückkehren, so die Worte von EA Ceo Patrick Söderlund. Aber warum hat EA Interesse daran? Ganz einfach, der Grund sind die Mikrotransaktionen: Karten-DLC wie im Multiplayer Modus von Mass Effect. Dewegen hatten wir auch Ausrüstungskarten in Mass Effect 3 integriert: Wie sonst soll man es schaffen, die Spieler immer wieder zurück zu holen, anstatt sie ein Spiel einfach ’nur‘ 60 bis 100 Stunden spielen zu lassen?“

„EA und auch all die andern großen Publisher interessieren sich heutzutage nur noch dafür, den größtmöglichen Gewinn aus ihrem Investment zu holen. Was die Spieler wollen, ist ihnen scheinbar egal. Alles was sie interessiert, ist wofür die Spieler Geld ausgeben würden.“

Nach und nach bekamen auch Titel, die damals noch ohne Multiplayer auskamen, eine solche Komponente verpasst.

„Ich darf keine genauen Zahlen nennen, aber ich kann euch so viel sagen: Die Item-Pakete aus dem Mass Effect 3 Multiplayer haben sich wie geschnitten Brot verkauft. Wir haben eine riesen Summe Geld aus diesen Karten rausgeholt. Aus diesem Grund haben auch Titel wie Dragon Age und andere EA-Spiele einen Multiplayer bekommen, die davor überhaupt nicht darauf ausgelegt waren. Es stand ein dauerhafter gegen einen einmaligen Gewinn. Ich weiß von einzelnen Fällen, wo eine Person 15.000 Dollar für Waffen, Mods und Equipment in Mass Effect ausgegeben hat.“

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