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Gameware.at nimmt Xbox Konsolen aus dem Sortiment; gerechtfertigt oder Schikane?

by Ed Snow

Gameware.at nimmt Xbox Konsolen aus dem Sortiment; gerechtfertigt oder Schikane?

Nachdem Microsoft vor zwei Tagen eine größere Änderung des eigenen Abo-Dienst „Xbox Game Pass“ ankündigte, hat der Händler „Gameware.at“ als Reaktion darauf alle Microsoft Konsolen aus seinem Sortiment genommen. Microsofts Abo-Dienst ist vergleichbar mit Netflix und bietet den Mitgliedern zugriff auf ausgewählte Spiele. Darunter eigene Entwicklungen von Microsoft und auch Third-Party-Spiele. Im Online-Shop von „gameware.at“ sind nun keine Xbox-Konsolen (Xbox One, Xbox One X, Xbox One S) mehr erhältlich. Fortan sind dort nur noch Third Party Spiele und Zubehör wie beispielsweise Controller oder Headsets verfügbar.

Zugang zu allen Microsoft Exklusiv Titeln als Grund

Grund für dieses Handeln ist, das künftig auch alle Neuerscheinungen aller Exklusiv-Titel der Microsoft Studios ab Tag 1. über das Game-Pass-Abo erhältlich sind. Dadurch fallen einige Gewinne im Bereich der Softwareverkäufe weg. Gegenüber dem Online-Blog Gamesmarkt.de teilte der Händler mit:

Der Gameware KG erschließe sich nicht, warum man noch Microsoft-Konsolen verkaufen solle, „die null Verdienst bringen und nur Aufwand bedeuten, wenn Microsoft anschließend am Vertrieb der Software nur noch selbst verdienen will. „Wer das Geschäft allein machen will, soll auch die Arbeit allein machen.“

Weiter heißt es:

Im Konsolenbereich ist es seit Jahrzehnten üblich, dass die Hardware teils mit Verlusten für den Hersteller vermarktet wird. Auch der Handel verdient nahezu nichts an den Konsolen. Die Gewinne werden dann über das Softwaregeschäft mit erwirtschaftet.

Gereichtfertigt oder doch Schikane? Anmerkung der Redaktion

In der Redaktion sehen wir diese Maßnahme durchaus als übertrieben an. Einerseits wird der Xbox Game Pass künftig auch als Prepaid Code im Handel angeboten, wodurch sich wieder neue Gewinne für Händler erwirtschaften lassen. Zum anderen ist nicht jeder Spieler an einem Abo interessiert. Es gibt Sammler oder auch Spieler, die nur bestimmte Titel spielen wollen, wodurch sich für diese eher der Kauf des einzelnen Spieles lohnt. Zum anderen nehmen Händler ja auch nicht alle Titel aus dem Sortiment, die fortan über EA Access, Origins Access oder Playstation Now verfügbar sind.

Als anderes Beispiel könnte man Amazon Prime oder Netflix aufführen. Filme und Serien, die dort verfügbar sind, werden ebenfalls nach wie vor erfolgreich im Handel verkauft. Auch werden mindestens 80% des Gewinns aller Software- und/ oder DVD, Blue-Ray Verkäufe über Third-Party-Inhalte erwirtschaftet, wodurch der Einbruch an exklusiven Inhalten durchaus von den Händlern kompensiert werden kann. Daher sehe ich dieses Handeln von Gameware.at doch eher als eine Schikane an. „Wer keine Gewinne an Hardware erwirtschaften will, soll die Arbeit eben nicht machen“.

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