Xbox Next & PS5: Mögliche Hardware-Specs; Releasezeitraum; Technischer Sprung

by Ed Snow
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Xbox Next & PS5: Mögliche Hardware-Specs; Releasezeitraum; Technischer Sprung

Richard Leadbetter von “Digital Foundry” hat eine Prognose zur verbauten Hardware der Nextgen Konsolen und ihrem möglichen Release aufgestellt. Darüber hinaus geht er auch auf darauf ein, welcher technische Sprung zwischen der Current-Gen und der kommenden tatsächlich möglich ist. Dabei nimmt er Bezug auf verfügbare Technologien und den Produktionskosten. Geht es nach Leadbetter, dann könnte die Next-Gen auf RyZen-CPUs, GDDR6 und Radeon Navi setzen. Die Next Gen Konsolen könnten dann eine Leistung von rund 11-15 Teraflops erzielen. In der Vergangenheit waren die Prognosen von “Digital Foundy” sehr oft zutreffend. Dazu nun mehr.

Dass sowohl Microsoft als auch Sony bereits an Nachfolger Modellen arbeiten ist ziemlich klar. Allerdings sind viele Gerüchte, gerade im Bezug auf die Playstation 5, welche in den vergangenen Monaten aufkamen, doch sehr aus der Luft gegriffen. Was derzeit tatsächlich gesagt werden kann ist, dass Mark Cerny von Sony derzeit unterwegs ist, um mit Entwicklern darüber zu sprechen, welche Anforderungen sie an die kommende Generation stellen. Doch bevor man in die Produktion gehen kann, gilt es zwei technische Hürden zu überwinden. Zum einen ist das die Herstellung kleinerer und leistungsfähigerer Prozessoren und zum anderen die Notwendigkeit von schnellerem und größerem Arbeitsspeicher. Dadurch wäre der frühstmögliche Zeitpunkt für eine Veröffentlichung nicht vor 2019. Durch die hohen Produktionskosten schiebt sich das Ganze noch mal weiter nach hinten.

Produktionsprozess & nutzbare Technologien

Die Entwicklung startet auf der Transistorebene.Derzeit nutzen alle Konsolenhersteller den “16-nm-FinFET-Produktionsprozess” des taiwanesischen Chipherstellers TSMC. Zwar gibt es auch Alternativen auf dem Markt, welche zB auch in der der letzten Generation verwendet wurden, aber für die nächste Generation (PlayStation 5 und Xbox-Next) dürfte die kommende 7-nm-FinFET-Technologie von TSMC die erste Wahl sein. Mobile Geräte werden wahrscheinlich zuerst von der neuen Technik gebrauch machen. Einer der ersten Hersteller könnte möglicherweise Huawei sein.

Zur Umstellung eines Produktionsverfahrens (in diesem Fall von 16-nm auf 7-nm) benötigt man i. d. R. mindestens ein Jahr, um die Effizienz zu erreichen, die für eine Konsolenproduktion erforderlich ist. Damit wäre wieder einmal 2019 der früheste denkbare Zeitpunkt für die Veröffentlichung einer brauchbaren Konsole, die theoretisch einen erheblichen Leistungssprung erzielen kann.

Speicher

Aktuell gibt es auf dem Markt zwei konkurrierende Speichertechnologien, die für eine neue Konsole brauchbar wären – HBM und GDDR6. Erstere ist jetzt verfügbar, aber möglicherweise noch zu viel teuer für Sony und Microsoft. Letztere ist daher ein brauchbarerer Kandidat. Die Massenproduktion dieser RAMs soll im Laufe diesen Jahres beginnen, also gerade rechtzeitig für die Einführung von Nvidias neuer Grafikkartengeneration. Es wird jedoch noch eine ganze Weile dauern, bis die Produktion so weit angestiegen ist, dass man den Bedarf für die Millionen von Geräten abdecken kann, den Sony und Microsoft voraussichtlich benötigen werden. Das wiederum bedeutet, dass 2019 der früheste Zeitpunkt für einen realistischen Generationssprung sein kann.

Warum die Wahl auf AMD und RyZen fällt

Es macht Sinn, dass Sony bei der PlayStation 5 wieder auf eine Zusammenarbeit mit AMD setzen wird. Auch bei Microsoft dürfte es klar sein, das deren Wahl auf AMD fallen wird, da der Fokus der Redmonder stark auf eine Auf- und Abwärtskompatibilität der Generationen gerichtet ist. Es ist wahrscheinlich, dass beide Firmen sowohl CPU- als auch GPU-Komponenten in einen einzigen Chip integrieren werden – das hält die Kosten niedrig und macht es künftig einfacher “schlankere” Modelle zu realisieren.

Zwar äußerte Sony in der Vergangenheit mehrfach, dass man an eine Trennung der Konsolengenerationen glaubt und auch über eine Bedenklichkeit über die CPU-Kompatibilität – sogar zwischen x86-Geräten -, aber die Firma wird ihre derzeitige Nutzerbasis von 70 Mio. + nicht verlassen wollen, insbesondere angesichts des festen Engagements von Microsoft in diesem Bereich. Daher könnte Sony mit der PS5 ebenfalls eine Abwärtskompatibilität anstreben.

Die Wahl des SoC

Auch hier haben Sony und Microsoft auf die gleichen AMD-Technologien Zugriff. AMD hat bereits seine Ryzen-CPU-Technologie erfolgreich in Desktop-APU verbauen können. Diese CPUs aus dem PC-Bereich kommen den Prozessoren in den Konsolen am nächsten. Da ein Ryzen-CCX (oder Core-Komplex) bei 7 nm ungefähr die gleiche äquivalente Siliziumfläche einnehmen sollte wie ein Jaguar-Cluster in den vorhandenen Konsolen bei 16 nm, könnte die Wahl also auf die zwei CCXs für die Next Gen Konsolen fallen.  Somit würden die Xbox Next und PS5 acht volle Kerne und 16 Threads liefern können.Dies wäre vergleichbar mit einer Ryzen7 CPU, allerdings mit einer geringeren Taktrate.

Das Potenzial, das dieses Leistungsniveau in einer festen Plattform bietet, ist sehr überzeugend und könnte einen fundamentalen Einfluss auf die Spiele haben, die wir spielen. Es ermöglicht einen viel höheren Level an Simulation und Raffinesse für die künftigen Spiele.

Die Wahl der GPU

In Sachen Grafikhardware könnte die Wahl von Sony und Microsoft auf Radeon Technology fallen. Es ist annehmbar das sie auf die sich derzeit in der Entwicklung befindenden GPU mit dem Codenamen ‘Navi’ – oder zumindest Aspekte davon – zurückgreifen werden. Da die Entwicklung allerings mit einigen verzögerungen einher geht, kann man hierzu nur sehr wenig sagen.

Die Zeichen deuten allerdings darauf hin, dass Navi weiterhin auf AMDs Graphics Core Next (GCN) -Technologie basiert. Dies wäre sehr vorteilhaft, wenn es um eine leichtere Abwärtskompatibilität für die Plattformhalter geht. Und sowohl Microsoft als auch Sony sollten die Navi-Technologie nutzen können, auch wenn die Desktop-Teile noch nicht verfügbar sind. In der PlayStation 4 Pro wurden bereits Monate vor dem Debüt der Vega-Architektur im PC-Bereich die Funktionen Vega-GPUs genutzt. Aber die Frage ist, ob ein wahrer Generationssprung in der Grafikleistung möglich sein wird – und um das zu beantworten, hängt alles davon ab, was Sie als aktuelle Basis wählen: die Standardkonsolen (Xbox one & PS4) oder ihre verbesserten Äquivalente (Xbox One X oder PS4 Pro).

Unter der Annahme, dass ein Generationssprung durch einen 6x- bis 8-fachen Sprung in der Leistung definiert ist, wird dies nur möglich sein, wenn die Standard-PS4 oder Xbox One als Referenzpunkt gesehen werden. Bei der Xbox One X oder PS4 Pro wäre dieser Sprung derzeit einfach unmöglich. Eine realistische Annahme wäre also eine Leistung von rund 11-15 Teraflops für die Current Gen. Ob diese Leistung aber tatsächlich erreicht wird, hängt davon ab, welche Taktfrequenz die GPU tatsächlich erreichen wird.

Um den unteren Wert von 11TF zu erreichen, muss ein 60-CU-Grafikkern auf etwa 1500 MHz laufen, während eine vollständig aktivierte 64-CU-GPU um 100 MHz langsamer laufen könnte. Um die maximale 15TF zu erreichen, würden 60 CUs ungefähr 1950 MHz erfordern, während 64 ungefähr 1850 MHz benötigen würden. Wenn das GCN bei 64 Cus eine strukturelle Beschränkung aufweist, sind 15TF jedoch extrem unwahrscheinlich. Basierend auf der Art von Geschwindigkeiten, die aus dem GPU-Kern in der Xbox One X extrahiert werden, erscheint 1500 MHz oder ein Hauch höher bei einem neuen Prozessor aber durchaus denkbar.

Arbeitsspeicher

Um einen Fortschritt zu erzielen, müsste die neue Konsolengeneration mit 12, 18 oder 24GB Arbeitsspeicher ausgestattet sein. All diese Varianten wären mit einer GDDR6 384-Bit Speicherschnittstelle möglich. Aber das wird ebenfalls mit einem hohen Kostenaufwand verbunden sein.

Fazit

Eine Playstation 5 noch in diesem Jahr zu veröffentlichen, die einen solchen Sprung schaffen würde, ist vollkommen ausgeschlossen. Der früheste Termin für eine solche Leistungssteigerung in einer Next Gen Konsole wäre 2019. Aber selbst dann ist der Preis, zu dem diese Konsole erscheinen könnte für den Endverbraucher noch viel zu teuer. Darüber hinaus laufen die aktuellen Konsolengenerationen dank ihren Premium Varianten noch ziemlich gut. Ihr solltet also mit einer Next Gen Konsole laut Richard Leadbetter nicht vor 2020 rechnen. Gleiches gilt auch im Fall von Micrsofots nächster Xbox.

 

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