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Xbox Scorpio: Whitedocument Leak & geänderte Produktbeschreibung

by Ed Snow

Xbox Scorpio: Whitedocument Leak & geänderte Produktbeschreibung

Ein internes Dokument verrät erste Hardware Specs der Xbox Scoprio. Zudem ist der offizielen Xbox Website zu entnehmen, das die Produktbeschreibung geändert wurde.

Im November diesen Jahres wird Microsoft mit Xbox Scorpio die bislang Leistungsfähigste Konsole auf den Markt bringen. Diese wird nach eigenen Angaben mit einer 6 Teraflops starken Grafikkarte ausgestattet sein. Darüber hinaus hat sie eine Speicherbandbreite von 320GB/s. Weitere Informationen wollte das Unternehmen vorab nicht preis geben. Jedoch liessen sich unter anderem der AMD Roadmap für 2017 schon erste Details entnehmen. Auch kam es nach der Ryzon präsentation zu weiteren Spekulationen.

Nun kusieren im Netz neue Hinweise auf die verbaute Hardware. Von einer Anonyme Quelle ist dem Technik-Blog „Digital Foundry“ ein internes Datenblatt (Whitedocument) zugespielt worden. Diesem Dokument sind erste Spezifikationen zu entnehmen.

Dokument bestätigt „Vega“ Architektur

Wie dem von „Digital Foundry“ ausgewerteten Datenblatt zu entnehmen ist, beträgt die Leistung der in Project Scorpio verwendeten Grafikkarte 6 Teraflops. Damit ist der Grafikprozessor der Xbox Scorpio rund 4,5 Mal schneller als jener der Xbox One. Darüber hinaus wird auch nochmals die Speicherbandbreite von 320 GByte/s bestätigt.  Auch ist dem Dokument zu entnehmen, das der L2-Cache rund vier mal größer als in der Xbox One sein wird. Dadurch lässt sich nun mit Sicherheit sagen, das in der neuen Konsolen Revision auf Vega Architektur gesetzt wird.

Einen weiteren entscheidenen Hinweis dazu gibt außerdem auch das im Dokument erwähnte „Sparse-Rendering„, welches bei der PlayStation 4 Pro als Checkerboard-Rendering bezeichnet wird. Bei dieser Methode werden nur bestimmte Grafikelemente, wie Umrandungen in voller 4K-Auflösung berechnet, damit beispielsweise die Objektkanten in nativer 4K Schärfe erscheinen. Gleichzeitig werden optisch weniger relevante Elemente wie Farbverläufe mit geringerer Auflösung erzeugt. Dies ermöglicht so eine bessere Performance.

Verzicht auf Embedded-SRAM / GDDR5 Arbeitsspeicher?

Weiter ist dem Dokument zu entnehmen, dass Microsoft bei der Xbox Scorpio auf den ESRAM verzichten wird. Dieser diente bei der Xbox One als Vermittler zum langsameren DDR3-Arbeitsspeicher. Dort hatte er eine Größe von 32 MB. Seine Aufgabe war es die nominell höhere Leistungsstärke der PlayStation 4 ausgleichen.

Der fehlende ESRAM gibt Grund zur Annahme, das Microsoft in der Xbox Scorpio den schnelleren GDDR5-Arbeitsspeicher verbauen wird. Konkret bestätigt wird es jedoch durch das geleakte Dokument noch nicht. Spielentwickler müssen aber trotzdem nachwievor ihre Titel auch für ESRAM optimieren, damit diese auch weiterhin auf der Xbox One laufen.

Doch kein RYZEN CPU?

Für „Digital Foundry“ bestehen zweifel daran, ob Microsoft wirklich eine CPU auf ZEN Architektur in der Xbox Scorpio verwenden wird.  Zuvor gab es bereits einige Spekulationen, nicht zuletzt Aufgrund der Ryzen Präsentation Anfang diesen Jahres, auf der AMD ebenfalls die Xbox erwähnte. Wie „Digital Foundry“ dem Whitedocument entnahm, ist darin die Rede vom sogenannten „Frame Rate Upscaling„. Dort wird Anhand eines konktreten Beispiels darauf hingewiesen, die Grafikberechnung bei der Xbox Scorpio mit 60 fps ablaufen zu lassen. Gleichzeitig soll währendessen der Prozessorteil CPU-intensive Aufgaben wie Animationen mit nur 30 Bildern pro Sekunde berechnen und Zwischenschritte ressourcenschonend interpolieren.

Würden die CPU-Kerne von Scorpio bereits auf ZEN basieren, wäre die Anwendung solcher Tricks zur Einsparung von Rechenleistung allerdings eher unwahrscheinlich.

Das auf Frühsommer 2016 datierte Dokument stammt jedoch aus der anfänglichen Entwicklungsphase. Daher sind Änderungen der Hardwarekonfiguaration weiterhin annehmbar. Im Nachfolgenden Video fasst „Digital Foundry“ nocheinmal alle relevanten Punkte zusammen.

Kein Fokus mehr auf VR?

Zur Ankündigung der Xbox Scorpio versprach Microsoft „hochqualitatives VR“ und vollen Support für alle Xbox-One-Spiele. Eine Änderung der offiziellen Produktseite gibt nun Anlass für neue Spekulationen. Möglicherweise könnte Microsoft im Zuge der Entwicklung von Project Scorpio den Fokus von VR etwas rausgenommen haben. Phil Spencer betonte sehr oft das VR und auch 4K Gaming noch am Anfang stünde. Nun findet sich in der gänderten Beschreibung  jedenfalls kein Hinweis mehr auf VR. Nichts desto trotz ist die Konsole aufgrund ihrer Hardware fähig eine VR-Erfahrung zu bieten.

In der neuen Produktbeschreibung heisst es jetzt:

„Die leistungsstärkste Konsole aller Zeiten mit 6 Teraflops Grafikleistung, True 4K-Gaming und Kompatibilität mit Xbox One Spielen und Zubehör.“

Zuvor war dort noch die Rede von hochqualitativem VR. Auch der Verweiss darauf dass die neue Konsole alle Xbox-One-Spiele unterstützen wird, wurde etwas abgeändert. Dennoch versichert das Xbox Team in nahezu jedem Interview zur neuen Konsole eine Kompatibilität zur Xbox One und allen Microsoft Produkten. Auch Abwärtskompatible Xbox 360 Spiele werden auf der neuen Konsole laufen.

Nachfolgend seht ihr nochmals die geänderte Beschreibung. Die Bilder sind aus dem NeoGAF Forum.

Xbox One Scorpio

Xbox One Scorpio

Ende der herkömmlichen Konsolen Generation

Weiter betonte Greenberg im Interview das Micorosft mit Project Scorpio das Ende der herkömmlichen Konsolen Generationen einläutet. Zwar wird man weiter Konsolen Entwickeln, doch die künftigen Modelle werden untereinander Kompatibel bleiben. Ob nun künftig Kosolen mit Upgrades wie bei dem PC versehen werden können, sprich austauschbare Komponenten, oder ob man neue und stärkere Modelle in Umlauf bringt wurde noch nicht verraten. Zumindest steht eines Fest: Es bleibt euch als Spielern überlassen, den Zeitpunkt eines Wechsels selbst zu bestimmen. Darüber Hinaus könnt ihr alle eure Spiele behalten und weiter spielen. Die neuen Konsolen werden lediglich eine bessere Performance bringen.

 

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