Call of Duty: Black Ops Cold War im Test – So schlägt sich der neue Ableger [Review – Spoilerfrei]

by Ed Snow

Call of Duty: Black Ops Cold War im Test – So schlägt sich der neue Ableger [Round Up]

Auch in diesem Jahr kehrt das erfolgreichste Shooter Franchise mit einem neuen Ableger zurück. Mit “Call of Duty: Black Ops Cold War” veröffentlicht das Studio Treyarch in Zusammenarbeit mit Raven Software und Sledgehammer Games ihr 6. Spiel und führt damit die beliebte “Black Ops”-Reihe fort. Das Activision PR Team hat mir freundlicherweise einen Review Code für Cross Gen Edition des Spiels zur Verfügung gestellt. Leider habe ich mir zum Release jedoch keine Playstation 5 sichern können. Aus diesem Grund habe ich den Titel auf meiner Playstation 4 Pro gespielt. Im nachfolgenden Review möchte ich mit euch meine Eindrücke und Erfahrungen in der Kampagne, dem Mehrspielermodus und dem Zombie Modus teilen. Ich gehe dabei auf Gameplay-Elemente wie Movement und Gunplay sowie die neuen Features und Verbesserungen im Spiel ein. Storyrelevante Spoiler werde ich allerdings vermeiden, da ich euer Spielerlebnis nicht schmälern möchte.

Vorwort

Ich habe mir mit meinem Review bewusst etwas länger Zeit gelassen, da ich zunächst die Kampagne durchspielen wollte und im Anschluss in allen Mehrspieler Modi eine längere Zeit verbringen wollte, um somit den bestmöglichen Eindruck zu gewinnen. In diesen Review habe ich zudem auch die Schwierigkeiten berücksichtigt, mit denen das gesamte Team von Treyarch, Raven Software und Sledgehammer Games im Verlauf der Entwicklung zu kämpfen hatte, während sie das Spiel zum Großteil der Zeit aus dem Homeoffice heraus entwickelt haben. Die Hürden, die das Team nehmen musste, haben sich auch auf die Anzahl der Launch-Inhalte im Spiel ausgewirkt. Beispielsweise gibt es zum Start nicht ganz so viele Karten und Waffen im Mehrspieler wie z.B. bei “Call of Duty: Modern Warfare” im letzten Jahr. Das ist aber auch weniger ein Problem, da man dafür über die kommenden Seasons hinweg einfach mehr hinzufügen kann, um so die Defizite wieder auszugleichen. Activision und Treyarch haben bereits bestätigt, dass für “Call of Duty: Black Ops Cold War” der umfangreichste Post-Launch-Plan aller Zeiten aufgestellt wurde.

Und los geht’s in den Kalten Krieg

Die Geschichte von “Call of Duty: Black Ops Cold War” knüpft an die Ereignisse des ersten Teils von “Call of Duty: Black Ops” an und verfrachtet mich in die 1980er Jahre. Der Kalte Krieg zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Russland hat seinen höhe Punkt erreicht. Raven Software bringt hier ein packendes Agentendrama, gepaart mit Thriller und reichlich Action, in dem der Antagonist des Spiels, der unter dem Decknamen “Perseus” operiert, versucht das globale Kräfteverhältnis zu destabilisieren und den Lauf der Geschichte zu verändern. Die Aufgabe der Spieler ist es, das Ganze zu verhindern.

Ihr dürft euch auf die Rückkehr bekannter Charaktere wie Mason, Hudson und Woods freuen. Darüber hinaus werden auch neue Charaktere wie beispielsweise der CIA Operator Russel Adler, Sims oder Park vorgestellt. Zudem haben auch politische Figuren wie Ronald Reagan einen Auftritt in der Kampagne.

Die Story von “Call of Duty: Black Ops Cold War” spielt sich wie eine Mischung aus einem guten 80er-Jahre Agenten-Thriller und Action Film. Untermalt wird alles mit einem passenden Soundtrack, der zusammen mit der restlichen Soundkulisse und den detailverliebten Missionsabschnitten für eine großartige Atmo sorgt.

Gelungene Neuerungen in der Kampagne

Schon direkt zum Start der Kampagne gibt es die erste Neuerung. Man kann sich erstmals einen eigenen Charakter erstellen. Dabei kann man nicht nur einen Namen wählen und die ethnische Herkunft durch den Hautton bestimmen. Auch eine Auswahl des Geschlechts ist hierbei möglich. Zudem kann ich einen Geburtsort und einen militärischen Hintergrund für den Charakter wählen und ein psychologisches Profil bestimmen, das ebenfalls eine Auswirkung auf das Gameplay haben wird. Je nach ausgewählten Charaktereigenschaften erhaltet ihr unterschiedliche Perks. Insgesamt können drei Eigenschaften bestimmt werden.

Als besonders positiv möchte ich gleich vier Neuerungen hervorheben. Das ist zum einen die Beweismittelsuche und die daraus folgenden Rätsel zu deren Entschlüsslung. Rätsel können dann an einer Pinnwand im geheimen Unterschlupf gelöst werden. Darüber hinaus gefällt mir auch die Einbindung spielerischer Entscheidungen in Form von Schlüsselszenen mit einer Dialogauswahl. Sie ändern den Verlauf der Geschichte und führen zu alternativen Enden. Auch gibt es erstmals non-lineare Abschnitte in einigen Missionen. All diese Dinge binden mich als Spieler noch intensiver ins Geschehen ein und werten das Spielgefühl enorm auf. Die alternativen Enden führen darüber hinaus zu einem noch höhren Wiederspielwert. Zu guter Letzt möchte ich auch die Einbindung optionaler Missionen loben. Die Kampagne von Black Ops Cold War zählt daher für mich mit zu den Besten der gesamten Reihe.

Grafik, Atmosphäre, Sounddesign, Musik (Score + Soundtrack)

Grafisch ist “Call of Duty: Black Ops Cold War” vor allem auf dem PC und der neuen Konsolengeneration dank des Raytracings wirklich sehr schön anzusehen, die zu super Spieglungen, Licht und Schatteneffekten führen. Auf der PS4, PS4 Pro sowie Xbox One und Xbox One X sieht die Kampagne ebenfalls super aus.

Allerdings empfindet man zumindest im Mehrspielermodus einen grafischen Rückschritt im Vergleich zu “Call of Duty: Modern Warfare”. Dieser lässt sich aber wohl darauf zurückführen, dass die Engine von “Call of Duty: Black Ops Cold War” eine ältere Version ist. Während Modern Warfare 2019 die IW8.0 Engine verwendet, basiert “Black Ops Cold War auf einer Upgradeversion der “Black Ops 3 Engine” die nur teilweise die Tools der IW8.0 Engine nutzt. Zudem wurde ein anpassbares Sichtfeld hinzugefügt und der Fokus liegt mehr auf Next Gen Effekten. Das alles zusammen führt somit natürlich zu kleineren grafischen Abstrichen bei der Last Gen Version, da die Rechenleistung anders genutzt wird. Dem Spielspaß tut das aber in keiner Weise einen Abbruch.

Die Atmosphäre von “Call of Duty: Black Ops Cold War” ist hingegen auf allen Plattformen mehr als stimmig. Hierfür sorgen nicht nur die detailverliebten Locations in der Kampagne und dem Multiplayer, sondern auch der Sound des Spiels. Der Shooter glänzt mit einem schönen 80er-Jahre Soundtrack und passender Score-Musik. Beides verleiht den Situationen im Spiel die richtige Würze und sorgt so zu jeder Zeit für die perfekte Stimmung. Die Effektsounds sind ebenfalls allesamt sehr gut umgesetzt. Von den Waffensounds über die Schritte, die man im Mehrspieler wirklich Perfekt hören und zuordnen kann, bis hin zu den Soundeffekten für Medaillen und Hitmarker wurde hier entsprechend sauber gearbeitet.

Gunplay & Movement

Das Gunplay und auch das Movement sind wirklich sehr gut. Zwar wirkt das Gunplay nach einem Jahr in “Call of Duty: Modern Warfare” zunächst trotz der für die Reihe typischen Merkmale etwas gewöhnungsbedürftig, aber das legt sich nach ein paar Runden. Was ich hier zu Beginn als etwas ungewohnt empfand, ist die Art, wie sich Waffen ohne Aufsätze gespielt haben. Das mag jetzt vielleicht negativ für den ein oder anderen von euch klingen, ist es aber überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil. In keinem Teil davor haben die passenden Aufsätze für meinen Spielstil eine so große Rolle gespielt wie in “Call of Duty: Black Ops Cold War”. Ich finde das insgesamt eine echt gute Neuerung, da dies den Waffenaufsätzen viel mehr Bedeutung im Spiel verleiht.

Auch die bisher verfügbaren Waffen im Multiplayer zum Release gefallen mir sehr gut. Gerade als SMG und Sturmgewehr Spieler kommt man bei Waffen wie der Ak-74u, Milano, MP5, Bullfrog sowie AK-47, XM4, QBZ und Krieg 6 auf seine Kosten. Und zum ersten Mal habe ich sogar mit Sniper Klassen gespielt und kam mit diesen sehr gut zurecht. Ich habe sogar für bestimmte Modi Klassen, in denen ich eine SMG und eine Sniper zusammen mitnehme.

Das Movement ist zudem schön schnell, wie man es aus den “Black Ops” Teilen kennt. Hinzu kommt die höhre Time To Kill (150HP), die das gesamte Gameplay um einiges arcade-lastiger macht und dafür sorgt, dass sich gutes Aim und Movement sehr belohnend anfühlen. Man kann Gegner wirklich sehr aggressiv Pushen. Dadurch ist der Spaßfaktor für mich wirklich sehr hoch und ich fühle mich stellenweise an die Zeiten von Black Ops 1 und Black Ops 2 zurückerinnert.


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Neue Ansätze im Multiplayer

In “Call of Duty: Black Ops Cold War” wird auch auf neue Ansätze im Multiplayer gesetzt. Dazu zählen ein Ping-System für Gegner, das neue System für Punktesserien, die nun nach dem Spielertod nicht mehr zurückgesetzt werden und das saisonale Prestigessystem. Letzteres vereint das neue saisonale Levelsystem von “Modern Warfare 2019” und das bekannte Prestige.

Die Punkteserien

Fangen wir zunächst mit den Punkteserien an. Ich finde das System ziemlich gut und ich erkläre euch auch warum. Mir ist durchaus bewusst, dass einige von euch das neue System vielleicht als zu einsteigerfreundlich ansehen. Doch das ist es eigentlich gar nicht. Denn das neue System arbeitet mit Multiplikatoren und Cooldowns. Dadurch ist erstens kein Spam von einfach zu erreichenden Punkteserien möglich und zweitens benötigt man immer noch echte Streaks, also min. 10 Abschüsse pro Leben und mehr, um die hohen Abschussserien wie den Helikopterschützen, die VTOL Eskorte usw zu bekommen. Dadurch ist das System sehr gut ausbalanciert und sorgt trotzdem auch bei den mittelguten Spielern für ein Erfolgserlebnis. Man muss halt auch einfach mal gönnen können.

Progeression

Wie eingangs erwähnt baut “Black Ops Cold War” zum Teil auf dem Modusübergreifenden und auch saisonalen Fortschrittssystem auf, dass bereits mit “Modern Warfare” im letzten Jahr eingeführt wurde. Man startet auf Level 1 und spielt die Militärränge nach oben bis Level 55. Dabei schaltet man Waffen, Perks, Feldausrüstung und Wildcards frei. Hat man dann Level 55 erreicht, sind die Militärränge automatisch abgeschlossen und man beginnt das saisonale Prestige.

Das neue Prestige

Über das neue Prestige System verdient man Waffenbaupläne und Prestige-Schlüssel, die man im Shop einlösen kann. Die Idee hinter dem System finde ich sehr gut, aber man sollte neben den Waffenbauplänen und den Prestigeschlüsseln, die den kauf neuer Prestige Logos ermöglichen, weitere Inhalte hinzufügen. Es würde sich noch viel belohnender anfühlen, wenn hier auch ausgewählte Skins für Operator sowie weitere Klasseneditor Plätze freigeschaltet werden könnten. Die im Prestige-Shop freigeschalteten Operatorskins könnte man dann mit weiteren Herausforderungen verbinden, die man abschließen muss, um sie seinem Operator anzulegen. Dadurch wäre der Prestige-Grind noch belohnender und motivierender.

Es lassen sich selbstverständlich auch wieder eine Vielzahl an Emblemen und Visitenkarten durch den Abschluss von Mehrspieler-Herausforderungen freischalten. Hier ist auch wieder für jeden Geschmack etwas dabei und auch der Grind dafür verlangt einem insbesondere bei den Visitenkarten einiges ab, so dass hier langfristig Motivation geboten ist. Des Weiteren können Waffen, Waffenaufsätze, Feldausrüstung und Punkteserien freigschaltet werden. Vorallem der Grind für Waffen, Aufsätze und Operator Skins gefällt mir gut und ich freue mich, wenn weitere hinzugefügt werden. Im folgenden möchte ich ein paar Punkte hervorheben, die mir beim Waffen und Operator freispielen am besten gefallen haben.

Waffenfortschritt

Wie bereits erwähnt, kann man zusätzlich natürlich wieder alle Waffen hochleveln, um neue Aufsätze freizuschalten und Herausforderungen für Tarnungen absolvieren. Das hochleveln von Waffen empfinde ich als sehr belohnend. Mir ist durchaus die Kritik einiger Spieler bewusst, die dazu führte, dass die XP Verdienstrate der Waffen angepasst wurde, weil sie fanden, dass es zu lange dauert, bis man alle Aufsätze frei hat. Ich für meinen Teil fand es in Ordnung, da für mich der finale Grind auf den Waffen und dem Battle Pass liegt. Indem das Waffenleveln etwas länger dauert, hat man mehr vom Spiel. Mit den Anpassen der XP Verdienstrate fände ich es schön, wenn künftig auch ein Waffenprestige eingeführt wird, bei dem man seine Waffe zurücksetzen kann und mit jedem Prestige zusätzliche Features wie einen Killcounter und mehr freischalten kann.

Was mir bei den Waffenaufsätzen auch sehr gut gefällt, ist die detailierte Statistik, die man sich bei den Aufsätzen anzeigen kann. Somit kann man nämlich sein Loadout noch präziser abstimmen und mögliche deffizite ausgleichen, da man jetzt ganz genau sieht, welche Werte verbessert und welche verschlechtert werden.

Operatorfortschritt

Ebenfalls lassen sich weitere Operator durch Herausforderungen freispielen. Beispielsweise durch das Zerstören von gegnerischen Abschussserien, durch eine bestimmte Anzahl Sniper Kills, durch das Zünden einer dreckigen Bombe oder durch die Exikution von Gegnern und vielem mehr. Diese Herausforderungen fühlen sich sehr belohnend an und haben mir neben dem hochleveln der Waffen mit am meisten Spaß gemacht. Final hätte ich mir für die einzelnen Operator aber noch ein paar zusätzliche Skins gewünscht, die man ebenfalls auf diese Art und Weise freispielen kann. Es wäre schön, wenn das künftig noch hinzugefügt wird, außerhalb vom Battle Pass z.B wie oben erwähnt als weitere Freischaltung durch den Prestige Shop.

Die Maps und Modi im Multiplayer

“Black Ops Cold War” bietet eine breite Palette von traditionellen Mehrspielermodi wie Frei für Alle, Team-Deathmatch, Abschuss bestätigt, Herrschaft, Kontrolle, Suchen und Zerstören und Stellung bis hin zu neuen Spielmodi wie Feuertrupp: Schmutzige Bombe, ViP Eskorte und Verbundene Waffen Herrschaft sowie Verbundene Waffen Sturm. Bei den Modi mag ich die zielbasierten Modes am meisten, da in diesen deutlich mehr Bewegung ist. Denn obwohl das arcadelastige Gunplay, die hohe TTK zu Run and Gun einladen, sind Spieler der nicht-zielbasierten Modi scheinbar weniger gerne in Bewegung.

Als besonders positiv möchte die ich auch die neuen Spielmodi “Verbundene Waffen: Herrschaft” und “Feuertrupp: Schmutzige Bombe” hervorheben. Beide bereichern das Spiel enorm. Bei Letzterem finde ich vor allem die Idee dahinter sehr gut. Jedoch würde ich mir für den Feuertrupp-Modus noch ein paar Anpassungen wünschen, da er auf mich leider noch etwas unfertig wirkt. Dennoch macht er schon jetzt sehr viel Spaß. Aber ich glaube, die nachfolgenden Verbesserungen könnten den Spaßfaktor in Feuertrupp noch etwas erhöhen. Es fände es gut, wenn man die Abschussserien erspielen müsste, anstatt sie in Kisten zu finden. Außerdem würde es mir besser gefallen, wenn ein Gebiet, indem eine Bombe gezündet wird, bis zum Spielende verseucht bleibt. Dadurch würde sich das Match immer mehr zuspitzen und damit Runden länger andauern, sollte einfach mehr Uran Pro Bombe erforderlich sein. Zudem sollten Spieler, die Bomben scharfmachen, immer noch mal etwas mehr Uran auffüllen müssen, damit man nicht einfach die Arbeit anderer übernehmen kann, ohne selbst etwas dafür zu machen. Vielleicht lässt sich dies auch als zusätzliche Variante in naher Zukunft umsetzten.

Karten

Neben der guten Atmo der Karten finde ich auch deren Aufbau wirklich großartig. Ich mag besonders Karten wie Checkmate, Cartel, Nuketown 84, Satellite, Crossroads-Schlag, Armada sowie Armada-Schlag und Moskau. Die Karte Miami könnte meiner Meinung nach aufgrund ihrer Größe auch gerne in die 12v12 Rotation mit aufgenommen werden. Außerdem wäre es schön gewesen, wenn aus den Bereichen von Feuertrupp Maps noch ein paar kleinere Karten  für 6v6 und 12v12 gemacht worden wären, damit zum Release mehr Maps verfügbar gewesen wären. Allerdings sehe ich auch kein Problem damit, dass diese als Teile des Postlaunch-Inhalts hinzugefügt werden. Denn sind wir mal ehrlich, es kann einfach nicht genug Karten in einem Shooter geben.

Die insgesamt 11 Karten, die bis jetzt im Spiel vorhanden sind, wirken auf mich aber sehr gut durchdacht. Ihr Design bzw. der Aufbau ermöglicht wirklich viele Spielstile, die man auf die unterschiedlichen Modi anwenden kann und sich so immer wieder mit neuen Klassen-Setups selbst herausfordern kann. Man sollte aber noch ein wenig an der Sichtbarkeit der Spieler auf den Karten arbeiten.

Weitere positive Neuerungen

Neben Gameplay-Neuerungen hat Treyarch auch lobenswerte Funktionen in den Optionen des Spiels integriert. Hierzu zählen der weiter oben angesprochene FOV-Slider zur Einstellung des Sichtfelds im Multiplayer. Darüber hinaus kann das HUD nun nach belieben angepasst werden. Das erlaubt es, Anzeigen zu deaktivieren, auf die man als Spieler verzichten kann. Man kann unter anderem die Gesundheitsbalken über den Spielern, die Kompasanzeige und mehr deaktiviern. So kann jeder sein HUD perfekt auf seine Bedürfnisse abstimmen. Zudem finde ich die Einstellungsmöglichkeiten für Controller sehr gelungen. Hier kann man die Zone, innerhalb der sich der Stick bewegt über die Änderung der Schwellenwerte vergrößern oder verkleinern. Auch eine Zielreaktionskurve wurde hier hinzugefügt in der man festlegen kann, wie die Stickbewegung die Kameraposition beeinflusst.

Und wenn ich schon bei Controllern bin, möchte ich auch die Nutzung der adaptiven Trigger des PS5 DualSense-Controllers ansprechen. Diese verändern das Spielgefühl auch zum positiven und sorgen für mehr Immersion beim Spielen. Vor allem in der Kampagne macht sich das bezahlt.

Die Neuerungen im Zombie Modus

Black Ops Cold War öffnet auch ein neues Kapitel im beliebten Zombie Modus. Das neue Kapitel trägt den Namen “Die Maschine” und spielt, genau wie die Kampagne in den frühen 1980er-Jahren. Die Geschichte knüpft an die Ereignisse von Nacht der Untoten an. Treyarch vereint hier klassische Gameplay-Elemente mit einer Reihe an Gameplay-Innovationen, die nahtlos mit den altbewerten Features zusammenarbeiten. Vor allem durch seine Neuerungen kann der Modus punkten.

Aufwertung von Fähigkeiten

So kann man nun erstmals seinen Fähigkeiten ( Extras, Waffenklassen, Feldausrüstung und Munitionsmodifikationen) Upgrades verpassen, indem man Ätherium-Kristalle sammelt.

Man verdient sie durch das Erreichen von Meilensteinen. Ab Runde 10 erreicht man den ersten Meilenstein und dann alle weiteren 5 Runden den nächsten. Zudem lassen sich Kristalle durch erfolgreiche Evakuierungen (Exfiltrationen) verdienen. Letzteres ist ebenfalls eine positive Neuerung. Dieses Feature wertet den Grind im Zombie Modus enorm auf und verleiht ihm ein sehr belohnendes Gefühl.

Waffenseltenheit, Anpassung von Wallbuys und Mystery Box

Eine weitere Neuerung ist die Seltenheit von Waffen. Diese wirkt sich auf den Schaden der Waffe aus und bestimmt die Anzahl der Aufsätze. In Kombination mit aufgewerteten Fähigkeiten der Waffenklassen und Pack-A-Punch sowie ihrer Auswirkung auf Wallbuys und die Mysterybox ist sie eine sehr belohnende Komponente im Spiel. So führt die Waffenseltenheit dazu, dass die Wallbuys jedes Mal anders sind, da mit jedem neuen Kauf andere Aufsätze auf eurer Lieblingswaffe sein können. Und die Mystery Box erhöht die Wahrscheinlichkeit auf seltenere Waffen mit dem Anstieg der Runden. Zudem enthält die Mystery Box nun auch unterstützende Gegenstände wie Punkteserien oder andere nützliche Items. Durch diese Anpassungen hat Treyarch eine zusätzliche strategische Ebene im Zombiemodus geschaffen.

Loot, Crafting & Rüstung

Weitere lobenswerte Neuerungen, die ich hervorheben möchte, betrifft das Loot, die Crafting-Komponente und die Einführung von Rüstungen. Jeder Zombie in “Call of Duty: Black Ops Cold War” kann nützliches Loot fallen lassen. Darunter Rüstungen, Schrottteile, Rüstungsteile zur Reparatur oder auch Taktik- und tödliche Granaten. Mit eurem Fortschritt schaltet ihr Ausrüstung frei, die dann nach und nach von euch mit den dafür benötigten Ressourcen hergestellt werden kann. Auch beim Loot gibt es eine Seltenheit, welche sich auf die Effektivität auswirkt. Die bereits erwähnte Rüstung kann mit Schrottteilen gekauft oder als seltener Drop von Gegnern aufgesammelt werden. Ihre Haltbarkeit ist limitiert, sie kann aber repariert werden mit den von Zombies fallengelassenen Parts. Die Stücke reparieren aber immer nur einen kleinen Teil. Um die Rüstung vollständig zu reparieren, muss man das Carpenter Power-Up nutzen. Außerdem lässt sich die Rüstung in zwei Stufen upgraden, um so die Minderung des eingehenden Schadens und die Haltbarkeit zu erhöhen. Die Umsetzung dieser Features finde ich sehr gelungen.

Weitere positive Neuerungen im Modus sind das Ping-System, die Verfügbarkeit von Punkteserien zur Unterstützung und die Möglichkeit, Custom Loadouts zu wählen, mit denen man ins Spiel zu starten kann. Neben dem 4-Spieler-Koop gibt es auch erstmals einen zusätzlichen 2 Spieler-Koop Modus namens “Zombies: Ansturm”. Er kombiniert Mechaniken des Survival Modus aus “Call of Duty: Modern Warfare” mit Elementen aus dem Zombie Modus, vereint sie mit einem eigenen Stil und lässt die Zombies auf den regulären Multiplayerkarten auferstehn. Dadurch bietet er eine gelungene Abwechslung zum Hauptmodus. Treyarch plant außerdem über die kommenden Seasons weitere Spielmodusvarianten für den Zombie-Modus auf die ich schon sehr gespannt bin. Black Ops Cold War Zombies bietet eine gelungene Abwechslung zum Mehrspieler und der Kampagne und bereichert das Spiel auf seine ganz eigene Art.

Fazit

Mit “Call of Duty: Black Ops Cold War” hat das Team von Treyarch, Sledgehammer Games und Raven Software einen ehrenwürdigen Nachfolger für die “Black Ops” Reihe ins Rennen geschickt, der über eine sehr solide Basis verfügt. Das Spiel glänzt vor allem durch eine großartige Kampagne und die neuen Gameplay-Ansätze, die man sowohl in der Kampagne als auch über die Mehrspieler- und Zombie-Modi hinweg verfolgt hat. Darüber hinaus sind die Schauplätze über alle Modes hinweg atmosphärisch und detailverliebt, sodass die richtige Stimmung beim Spielen entsteht.

Im Mehrspieler habe ich seit “Black Ops 1+2” nicht mehr so viel Spaß in einem Treyarch CoD gehabt. Die bisherigen Karten bieten etwas für jeden Geschmack und Spielstil. Nun muss nur das Kontingent in regelmäßigen Abständen erweitert werden. Wer die ersten beiden Teile der “Black Ops Reihe” gerne gespielt hat und arcadelastiges Run- & Gun Gameplay bevorzugt, der wird auch in “Cold War” auf seine kosten kommen. Ich für meinen Teil kann jedem Fan der “Black Ops Reihe” auch den neuen Teil wärmstens empfehlen. Ich freue mich schon sehr auf die kommenden Inhalte, die im Rahmen kostenloser Season Updates ihren Weg ins Spiel finden. Und wenn euch die Anzahl der Mehrspielerkarten in traditionellen Modi noch zu wenig ist, dann wartet einfach bis Weihnachten.

Wünschnswertes für die Zukunft

Auch wenn “Call of Duty: Black Ops Cold War” eine gute Basis hat, wäre ich sehr froh, wenn künftig neben neuen Inhalten noch ein paar zusätzliche Features und Verbesserungen folgen würden. Diese Punkte stellen für mich die wichtigsten da:

  • Eine Bessere Serververbindung durch das Hinzufügen von 120HZ Servern für alle Plattformen.
  • Lobbys sollten nach dem Rundenende nicht getrennt werden, da dies die Rotation der Karten negativ beeinflusst.
  • Hinzufügen einer Funktion zum Abspeichern eigener Waffenbaupläne wie in “Modern Warfare”.
  • Hinzufügen eines Emblemeditor’s. Diesen habe ich wirklich vermisst. Für mich gehört er einfach zur “Black Ops Reihe”. Deshalb wäre es cool, wenn man das noch nachreicht.
  • Die Kriterien für das Matchmaking, von vielen auch skillbasiertes Matchmaking oder kurz SBMM genannt, sollten angepasst werden. Ich würde es begrüßen, wenn man eine separate Ranked-Liste hinzufügt, in der die jetzigen Kriterien greifen. Zusätzlich sollte es eine Liste für “lockere Spiele” geben. Dort könnte man sich aufwärmen und zum Spaß spielen. Diese Option bieten auch andere wettbewerbsfähige Shooter wie Rainbow Six Siege. Ich denke, dass auch die “Call of Duty-Reihe” hiervon profitieren würde, da dies die Interessen aller Spielergruppen wahrt.
    • Einen großen Nachteil, den ich beim SBMM sehe, ist der, dass hier Freunde, die unterschiedlich gut sind, gar nicht mehr zusammen spielen können, ohne das es für den schlechtesten Spieler der Gruppe zu einem sehr demotivierenden Erlebnis wird. Dies ist dadurch verschuldet, dass selbst bei einem Mittelwert aus allen Teilnehmern die Suchkriterien noch zu stark abweichen, da dieser Mittelwert meist noch über dem Wert des schlechtesten Spielers liegt. Schon bei einer durchschnittlichen A/T-Rate von 1 wird es schwer, wenn die der Freunde über 2 liegt.
    • Außerdem müssen auch bessere Maßnahmen für das sog. Reverseboosting vorgenommen werden, da dies ein bitterer Beigeschmack des derzeitigen Matchmakingsystems ist.
  • Hinzufügen von Waffenprestige, dass weitere Features wie Killcounter freischaltet.
  • Bessere Anti-Cheat-Maßnahmen.

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