The Division 2 im Test; Würdiger Nachfolger mit Vielzahl gelungener Neuerungen & super Atmosphäre

by Ed Snow
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The Division 2 im Test; Würdiger Nachfolger mit Vielzahl gelungener Neuerungen & super Atmosphäre

Ich habe von Ubisoft die Möglichkeit erhalten, mir  “Tom Clancy’s The Division 2” genauer anzusehen. In meinem Review werde ich mit euch meine gesammelten Eindrücke zum neuen Open-World-Action-RPG von Massive Entertainment teilen. Um euer Spielerlebnis zu wahren, werde ich mögliche Story Spoiler selbstverständlich wie immer vermeiden. Ich gehe nachfolgend auf die Gameplayfeatures wie das Movement, Gunplay, Atmosphäre sowie die Neuerungen gegenüber des Vorgängers ein. Außerdem werde ich euch die Fragen beantworten, ob man auch als Solo Spieler auf seine kosten kommt und ob man, auch ohne den ersten Teil zu spielen, direkt einsteigen kann.

 

Und los geht’s!

Während wir in “The Division 1” die Stadt New York, genauer gesagt Manhattan, nach dem Ausbruch des “Green Poison” Virus wieder aufbauen und die Bürger vor Abtrünnigen Gruppen beschützen mussten, verschlägt uns der neue Teil in die Stadt Washington D.C. Inzwischen sind sieben Monate vergangen und die Überlebenden haben sich neu organisiert. Nun gilt es, die im Chaos liegende Stadt und ihre Bürger zu retten. Versprochen sind eine Kampagne von mindestens 40 Stunden, und natürlich reichlich Endgame Inhalte. Und dieses versprechen wurde definitiv gehalten.

Meine Reise beginnt mit der Auswahl meines Spielcharakters. Hier habe ich die Möglichkeit das Geschlecht, die ethnische Herkunft, meinen Kleidungsstil und andere besondere Merkmale wie Tattoos und Narben zu wählen. Insgesamt kann ich aus 12 verschiedenen Köpfen wählen, die ich noch einmal weiter individuell gestalten kann. Beispielsweise die Größe der Ohren, der Nase, abstand der Augen, die Augenbrauen etc. Dazu kann ich aus verschiedenen Frisuren und mehr wählen.

Hier gibt es wirklich eine umfangreiche Auswahl, und es hat den Anschein, dass Ubisoft plant, hier noch einiges an Individualisierungsoptionen in Form neuer Kleidung und mehr nachliefern wird. Im Shop kann man bereits erste Pakete erwerben. Der neue Charakter Editor ist aufgrund seiner vielfältigen Auswahlmöglichkeiten wirklich lobenswert. Wem die Auswahlmöglichkeiten zuviel sind, der kann seinen Charakter auch einfach per Zufall generieren.

Und keine Sorge, Frisuren, Haarfarbe, Bärte, Gesichtsbemalung, Merkmale und Tattoos können nachträglich auch noch im Spiel verändert. Ich würde mich freuen, wenn hier vielleicht auch noch ein paar mehr Looks dazu kommen. Außerdem könnt ihr wieder in der Stadt neue Kleidung finden und es gibt auch Kisten, die ihr mit verdienten Ingame Schlüsseln öffnen könnt, und so ebenfalls zu neuer Kleidung gelangt. Das System ist wirklich fair, da man alles finden oder mit verdienten In-Game Schlüsseln freischalten kann.

Spielwelt & Athmosphäre

Wie man es von zahlreichen anderen Spielen aus dem Hause Ubisoft gewohnt ist, wurde auch in “The Division 2” wieder großen wert auf die Atmosphäre und das Design der Spielwelt gelegt. Massive Entertainment hat in mühevoller Detailarbeit die Stadt “Washington” originalgetreu nachgebaut. Wer einmal da gewesen ist, wird es sofort sehen. Natürlich wurde der Look auf das Szenario angepasst und so erstreckt sich über die gesamte Stadt ein Bild der Verwüstung. Das Stadtbild ist geprägt von zerstörten Fahrzeugen, Müllbergen und Bereichen, in denen die Natur wieder zum Vorschein kommt. Gras, Sträucher und mehr, die sich durch den Beton drücken. Dazu kommen die herumstreunenden Tiere und vieles mehr. Abgerundet wird das noch durch einen Tag-Nachtzyklus und dynamische Wetterwechsel.

Neben ihrem detailverliebten Design bietet die Welt von “The Division 2” zudem viel Loot (Ausrüstung, Ressourcen und Craftingmaterialien), viele Aktivitäten, Ereignisse und einiges zu entdecken. Man wir immer belohnt und neu herausgefordert. Beispielsweise mit Fraktionskisten, die ihr im Laufe der Story findet. Sie können mit speziellen Schlüsseln geöffnet werden und beinhalten z.T. exotische Gear-Komponenten. Daher sollte man sie zum Ende hin öffnen. Ihr findet solche Kisten in Haupt und Nebeneinsätzen. Sie sind ebenfalls eine gelungene Neuerung um euren Grind zu belohnen. Die Schlüssel für diese Kisten können oft im Untergrund von Washington in Schlüsselkästen gefunden werden. Hier wurde alles richtig gemacht.

Gunplay, Movement, Gameplay, Progression, Skills, Crafting

Wer “The Division 1” gespielt hat, der ist sofort drin. Aber auch wenn ihr den Vorgänger nicht gespielt habt, ist die Steuerung leicht zu erlernen. Hier ist alles stimmig. Das Gunplay und Movement fühlen sich sehr gut an. Eben wie sich das für einen Shooter gehört.  Massive Entertainment setzt auf altbekannte Gameplay Features und hat diese gekonnt ergänzt und angepasst.

Wie schon sein Vorgänger bietet “The Division 2” ebenfalls ein umfangreiches Progressionssystem. Diesem hat Massive zudem noch einige Neuerungen und Verbesserungen spendiert, die sich sehen lassen können. So habt ihr wieder wie gewohnt zwei Charakter Stufen, eine für die freie Spielwelt, die bis Stufe 30 geht und die andere für die Dark Zone, wo ihr nochmals 50 Stufen aufsteigen könnt. Der Stufenanstieg ist zudem auch an Freischaltungen von Vorteilen, Skills und neuen Gear-/Brandsets geknüpft.  In der Singleplayer Kampagne müsst ihr außerdem auch eure Basis (das Weiße Haus) und Siedlungen weiter ausbauen.

Operationsbasis & Siedlungen

In “The Division 2” ist das Weiße Haus eure Operationsbasis in D.C. Während man im Vorgänger noch Ressourcen zum Ausbau der Stationen sammeln musste, verfolgt Massive Entertainment nun einen anderen Ansatz. Der Ausbau der Basis erfolgt durch das Rekrutieren von Personal, welches ihr nach Abschluss von Einsätzen und Projekten, die ihr durch Siedlungen erhaltet, für euch gewinnen könnt. Einrichtungen wie die Fertigungsstation könnt ihr dann noch weiter aufwerten. Dazu später mehr. Außerdem erhaltet ihr durch den Abschluss von Siedlungsprojekten auch Blaupausen für Waffen, Gear, Aufsätze und Mods. Dadurch wird die Mechanik etwas tief greifender. Insgesamt betrachtet also eine schöne Überarbeitung.

Neben der Operationsbasis gibt es auch wieder in allen Stadtteilen Safehouses. Darüber hinaus wurden nun auch Kontrollpunkte eingeführt. Sie sorgen für Sicherheit in den Stadtbezirken. Ich finde sie sehr gut, da sie immer wieder Crafting Materialien etc. für euch sammeln und euch auch weitere Schnellreisepunkte bieten. Von Zeit zu Zeit benötigen sie auch Ressourcen (Schrauben, Nahrung, Wasser) von euch. Diese könnt ihr den Kontrollpunkt-Offizieren übergeben und erhaltet so XP.

Brandsets

Eine der Top Neuerungen ist die Einführung von Brand-Sets (Markensets). Sie funktionieren ähnlich wie Gear Sets aus “The Divison 1” und verleihen euch bestimmte Attribute, Talente und Fertigkeiten. Anders als die Gear Sets, welche in Teil 1 erst zum Endgame verfügbar waren, stehen euch die Markensets schon direkt zu Beginn des Spiels zur Verfügung. Sie bestehen außerdem nur aus drei Teilen und so ergeben sich bei euren sechs verfügbaren Plätzen viel mehr Variationsmöglichkeiten. Auch erhaltet ihr bereits den ersten Setbonus, wenn ihr nur ein Teil angelegt habt.

Vorteile (Perks)

Eine weitere Neuerung im Progressionssystem sind die Vorteile. Einige davon sind noch ein Mal unterteilt und z.T. ist die Freischaltung auch an eure Charakterstufe geknüpft. Hier habt ihr eine riesige Auswahl an Perks zur Verfügung, die euch im Spiel perfekt unterstützen. So ist z.B. die Inventar- und Lagerkapazität nun an diese Vorteile gebunden und kann dadurch erweitert werden. Auch können sie die Anzahl der Waffen-, Fertigkeiten-. Granaten- , Medislots und mehr erhöhen. Einmal freigeschaltet sind diese Vorteile permanent aktiviert. Um die Perks freizuschalten, müsst ihr SHD Technologie sammeln oder verdienen. Überall auf der Karte könnt ihr SHD Techkisten finden. Außerdem erhaltet ihr auch immer SHD Tech durch den Abschluss von Einsätzen. Insgesamt gibt es 27 Vorteile für euren Charakter die in der Stadt und den Darkzones genutzt werden können. Für die Darkzone gibt es noch weitere Vorteile und auch durch Spezialisierungen könnt ihr zusätzliche Vorteile freischalten.

Spzielle DZ-Perks

Neben den Vorteilen für euren Charakter gibt es auch welche, speziell für die Darkzone. Mit diesen könnt ihre euren Darkzone Spielstil weiter anpassen. Beispielsweise gewähren euch die Vorteile zusätzlichen XP Bonus beim Säubern von Wahrzeichen, beim Eliminieren von Abtrünnigen Agenten und vieles mehr. Die zu wählenden Perks sind in Ränge (insgesamt 11) unterteilt, welche wiederum an eure Darkzone Stufe (Max. Stufe ist 50) gekoppelt sind. Alle 5 Stufen steigt ihr einen Rang weiter auf und mit jedem Rangaufstieg steht euch die Auswahl eines bestimmten Vorteils zur Verfügung. Man muss sich aber nicht festlegen und kann nach Bleiben innerhalb des Rangs zwischen den verschiedenen Vorteilen wechseln, sofern es mehrere zur Auswahl gibt. Diese Neuerung gefällt mir wirklich sehr gut.

Fertigkeiten

Die Fertigkeiten aus Teil 1 wurden übernommen und ebenfalls noch erweitert, indem neue Einzug hielten und die bekannten tolle Verbesserungen spendiert bekamen. Insgesamt gibt es 8 Fertigkeiten: Drohne, Chemwerfer, Impulsgeber, Glühwürmchen, Geschütz, Suchermine, Drohnenstock und Schild. Sie sind alle noch einmal untergliedert in drei, bzw vier Unterkategorien. Als Spieler des ersten Teils kennt ihr dieses Feature bereits. Die Unterkategorien können, wie die oben genannten Vorteile mit SHD Tech freigeschaltet werden und geben euch die Möglichkeit, die Fertigkeiten-Funktion zu verändern. Beispielsweise wird so aus dem Geschütz ein Flammenwerfer, der Impulsgeber kann Schockladungen abgeben und vieles mehr. Dadurch gibt es wieder sehr vielseitige Einsatzmöglichkeiten und Anpassungen für eure Fertigkeiten und euren bevorzugten Spielstil.

Außerdem wurde anstelle der individuellen Fertigkeit (auch Ulti genannt) aus “The Division 1”, mit der ihr insgesamt drei Fertigkeiten zur Auswahl hattet, nun in die Spezialisierung eingeführt. Sie ersetzt die individuelle Fertigkeit und kann erst im Endgame gewählt werden. Diese Überarbeitung finde ich besonders im Hinblick auf die kommenden Raids sowie andere PvE und PvP Aktivitäten sehr sinnvoll und lobenswert. Darüber hinaus bietet jede der Spezialisierungen einen eigenen Baum mit weiteren Vorteilen, die ihr durchs spielen freischalten könnt.

Fertigkeiten-Modifizierzung

Fertigkeiten können zudem mit Mods angepasst werden. Dies ist eine weitere Neuerung die mir besonders gut gefällt. Neben einem Effekt-Platz, mit dem ihr eure Fertigkeiten optisch modifizieren könnt, stehen euch noch Funktions-Mod-Plätze zur Verfügung. Mit diesen könnt ihr, ähnlich wie bei eurer Ausrüstung, bestimmte Attribute der Fertigkeit verstärken. So erhaltet ihr beispielsweise Mods die Bonusschaden, kürzere Cooldowns oder längere Wirkzeiten bewirken. Um sie verwenden zu können, wird allerdings eine gewisse Fertigkeitenstärke vorausgesetzt, die ihr mit verbesserter Ausrüstung erlangt.

Während in” The Division 1″ die Fertigkeitenstärke eine direkte Auswirkung auf die Leistung eures angelegten Skills hatte, sorgt sie nun dafür, dass die Anforderungen für den Einsatz der Funktions-Mods erfüllt werden. Dadurch erlangt das System mehr Tiefe und die Funktion einer Fertigkeit kann durch den Modeinsatz weiter individuell gesteigert werden. Dies ist für mich ebenfalls eine Neuerung, die sich positiv auf das Gameplay auswirkt.

Ausrüstung und Waffen

Eure Ausrüstung und Waffen könnt ihr ebenfalls wieder anpassen. Wie im ersten Teil könnt ihr bei Gearset-Teilen Mods anbringen,  um eure Stats zu verbessern. Mit Waffenausätzen verbessert ihr wie man es kennt die Stats und das Handling. Mit einem Platz für Tarnungen könnt ihr sie zudem optisch nach eurem Geschmack gestalten. Nach dem Rekrutieren von Personal könnt ihr des Weiteren die Stats eurer Ausrüstung rekalibrieren.

Crafting / Fertigungsstation

Auch Crafting darf natürlich in einem Open World RPG nicht fehlen. Wie bereits im Vorgänger bietet euch auch “The Division 2” die Möglichkeit neue Waffen, Mods und Gearsets herzustellen. Dies geschieht über Blaupausen, welche ihr beispielsweise durch den Abschluss von Projekten erhaltet, finden oder kaufen könnt. Materialien werden ebenfalls zur Herstellung benötigt. Diese findet ihr aber zugenüge überall in der Welt. Die Crafting Station muss natürlich erst durch die Rekrutierung von Personal in eurer Operationsbasis eingerichtet werden. Später ist es auch möglich, die Station weiter mit Hilfe von Materialien aufzuwerten. Hier gibt es verschiedene Verbesserungsstufen, die ihr nach und nach im Endgame freischalten könnt. Sie erfolgen von Weltrang zu Weltrang.

Die Aufwertung der Station und die Skalierung von Blaupausen, sprich das diese sich auf eure Charakterstufe eigenständig anpassen und ihr so nicht immer wieder neue Blaupausen besorgen müsst, sondern euch neue Ausrüstung passend zu eurem Level immer wieder mit der gleichen Blaupause neu herstellen könnt, sind sehr lobenswerte Neuerungen. Zu Beginn des Spiels könnt ihr allerdings noch keine Brandsets etc. herstellen. Dies geschieht mit eurem Aufstieg und dem Übergang ins Endgame sowie den oben erwähnten Verbesserungen der Station.

Stats umwürfeln durch Rekalibrierung

Wenn es auf das Endgame zugeht, wird es zunehmend wichtiger, die Werte von Ausrüstungsteilen auch weiter anpassen zu können. Die Stats können in der Operationsbasis rekalibriert werden sobald ihr das benötigte Personal rekrutiert habt. Massive hat das System seit dem ersten Teil komplett zum positiven überarbeitet.

Durch die Rekalibrierung der Ausrüstung könnt ihr nun ein Talent oder einen Stat-Bonus von einem Gegenstand auf den anderen übertragen, sofern diese der gleichen Kategorie angehören. Dabei ist es egal, ob ihr die Werte von Grün, Blau oder Lila auf ein Highend Item übertragen möchtet. Solange sie der gleichen Kategorie angehören, lässt sich alles übertragen. Der Gegenstand, von dem die Werte übertragen werden, wird dabei zerlegt. Habt ihr ein passendes Item zur Übertragung, benötigt ihr zusätzlich nur noch E-Credits und Materialien. Durch diese Anpassung geht Massive vom Zufallsprinzip weg und macht das System transparenter. Und da ihr erst das benötigte Item mit euren Wunschstats finden müsst, wird so die Langzeitmotivation im Endgame weiter aufrechterhalten. Also eine wirklich gute Lösung, die hier verfolgt wird.

Die neue Darkzone

Auch die Darkzone hat viele großartige Verbesserungen erhalten. Dazu zählen Features wie die Normalisierung der Ausrüstung, angepasstes Matchmaking, Anpassungen des Rogue-Gameplay-Systems und einiges mehr. Außerdem gibt es nun drei Darkzones. DZ East, DZ West und DZ South. Über diese Zonen gibt es verschiedene Events. Die Zonen schaltet ihr im Laufe der Story im Rahmen von Missionen frei. Dadurch könnt ihr die Zonen erst mal ohne andere Spieler erkunden.

Das neue Rogue-Gameplay-System in der Dark Zone

Massive hat das Rogue-Gameplay-System in der Dark Zone zum positiven geändert. Hierdurch werden euch im Vergleich zum Vorgänger, der überwiegend PvP orientiertes Gameplay bot, mehr Optionen geboten. Jeder der DZ-Bereiche weißt unterschiedliche Eigenschaften auf. Die Bereiche der Darkzone enthalten unterschiedliche Loot-Caches und besondere Ereignisse, die an das Rogue-Gameplay gebunden sind. So kann z. B. das Öffnen verschlossener Beutekisten ohne Dark-Zone-Schlüssel oder das Plündern gefallener Spieler dazu führen, dass man für eine gewisse Zeit “Abtrünnig” wird. Diejenigen, die sich für diesen Spielstil in der DZ entscheiden, werden so auch an speziellen Rogue-Events teilnehmen. Dort könnt ihr Credits und Ressourcen verdienen, die nur bei einzigartigen Händlern in der Dark Zone eingelöst werden können. Es gibt final drei Arten “abtrünnig” zu werden:

  • Rogue
  • Disavoided Rogue
  • Highest Priority Target

Normalisierung der Ausrüstung

Für einen ausgeglicheneren PvP kommt nun auch die aus Teil 1 bekannte Normalisierung ( bekannt z.B. aus Letztes Gefecht) zum Einsatz. Sie hebt die Werte eurer Ausrüstungen auf deren maximalen Level an. Die Charakteristik eurer Sets bleibt dabei erhalten. Dieses Feature ist durchaus eine positive Erneuerung, da es so Spielern unterschiedlicher Qualifikationsstufen ermöglicht, mehr von den unterschiedlichen DZ-Gebieten in Washington DC zu erkunden.

Aber keine Angst, es gibt auch eine “occupied Dark Zone“, in der Regeln wie „No Friendly Fire“ oder die oben genannte Normalisierung nicht gelten. Damit habt ihr also auch die Möglichkeit, Darkzone Gameplay wie in “The Division 1” zu erleben. Diese spezialisierten Bereiche werden wöchentlich umgestellt. So bieten sie euch einen zusätzlichen Anreiz, euch selbst herauszufordern, indem ihr alle erforscht.

Mit Hilfe der zuvor erwähnten DZ Perks könnt ihr hier euren Charakter für die jeweilige Darkzone und ihre geforderten Spielstile perfekt anpassen.

Anpassung des Loot-Systems

Auch die Anpassung des Lootsystems in der Darkzone ist eine hervorragende Neuerung. Nun gibt es neben konterminierten Loot auch Gegenstände, die ihr sofort verwenden oder aus der Darkzone mit herausnehmen könnt, ohne sie vorher bergen zu lassen. Bei besonderen Waffen und Sets ist aber immer noch eine Extraktion erforderlich. Mit kommenden Updates wird die Droprate zwischen konterminiertem und nicht konterminiertem Loot noch ein wenig angeglichen.

Verbessertes Match Making

Das Matchmaking ist in Charakter Stufe bzw. im Endgame über Weltrang und Gearscore geregelt. Zudem gibt es nun weniger Spieler pro Server (Max. 12 pro Zone) und ihr werdet beispielsweise als Solo-Spieler auch vermehrt mit anderen Einzelgängern zusammengebracht. Insgesamt wird also auf eine bessere Erfahrung für jeden Spielertyp wert gelegt, was sich durchaus positiv auf alle auswirkt.

Das Endgame

Mit dem Erlangen der Charakterstufe 30 könnt ihr dann ins Endgame starten, der Ausrüstungslevel wird zum Gearscore und ihr müsst auf die Jagd nach Items gehen, die einen besseren Gearscore bieten. Auch hier sorgt Massiv für reichlich neue Inhalte, ergänzende Features und reichlich Abwechslung. Euch erwartet die neue Fraktion “Black Tusk, Spezialisierungen, Einsatzort-Invasionen, wiederholbare Einsätze, Kopfgeldeinsätze und Ereignisse in der Welt.

Spezialisierungen im Endgame

Um für eure neuen Aufgaben besser gerüstet zu sein, stehen euch nun drei weitere Spezialisierungen zur Verfügung. Diese ersetzen, wie bereits unter Fertigkeiten erwähnt, die dritte Fertigkeit (Ulti). Ihr könnt wählen zwischen Präzisionsschütze, Überlebensspezialist oder Zerstörungsexperte. In jeder Spezialisierung ist eine individuelle Waffe und ein Fertigkeitenbaum enthalten. Die Vorteile darin könnt ihr durch Punkte freischalten, welche ihr beim spielen der Spezialisierung erhaltet. Dadurch hat Massive das Progressionssystem nochmals erweitert, was mir sehr gut gefällt.

Weltrang

Zudem gibt es natürlich auch wieder den Weltrang. Je höher der Weltrang, desto stärker die Gegner und desto besser der Gearscore des Loots, das ihr erbeuten könnt. Die Endgame Aktivitäten sind an den Gearscore geknüpft und setzen einen bestimmten Wert voraus, um an ihnen teilnehmen zu können. Natürlich könnt ihr euch auch von Gruppen mitziehen lassen, aber das wird sehr hart für euch.

Jeder Weltrang ist außerdem an Bedingungen geknüpft. Weltrang 1 erreicht ihr, indem ihr die Hauptstory abschließt, die drei Stützpunkte der Fraktionen beendet und durch Erlangen von Level 30. Um in höheren Rängen zu spielen, müssen weitere Bedingungen erfüllt werden. So sind die Weltränge 2-5 an Stützpunkte (Hauptquartiere, die erneut besetzt wurden) geknüpft. Sie erfordern das spielen von Einsatzort-Invasionen, welche wiederum wie oben erwähnt einen bestimmten Gearscore voraussetzen. So ist das Endgame schön strukturiert und man wird weiter belohnt. Jeder Stützpunkt schaltet einen weiteren Weltrang frei und mit dem Weltrang-Aufstieg könnt ihr auch eure Fertigungsstation weiter upgraden.

Post Launch

Mit Tidal Basin folgte schon kurz nach Release ein neuer Stützpunkt und Weltrang 5. Damit wurden neue Gear-Sets, freigeschaltet, der Gear-Score auf 500 erhöht sowie wöchentliche Invasionen und der heldenhafte Schwierigkeitsgrad eingeführt. Außerdem sind neue Story Missionen, Stadtteile, weitere Spezialisierungen und Raids geplant. Das Team von “Massive Entertainment” hat aus dem ersten Teil wirklich einiges gelernt und das erlangte Wissen nun Perfekt umgesetzt und schafft es so eine Langzeitmotivation zu schaffen.

Kann man The Division 2 spielen ohne Teil 1 zu kennen?

Ja, es bringt euch keinerlei Nachteile, wenn ihr den ersten Teil nicht gespielt habt. Die Vorgeschichte wird grob angeschnitten, und da es viele Überarbeitungen gibt, müssen sich alle, die den Vorgänger spielten, ohnehin etwas umstellen. Dennoch kann ich euch empfehlen, “The Divsion 1” irgendwann einmal nachzuholen, denn auch dieser Teil ist nach wie vor ein großartiges Spiel.

Kann man auch alleine spielen?

Mit ein wenig mehr Einteilung eurer Ressourcen und Planung eurer Strategie könnt ihr die Kampagne von “The Division 2” durchaus alleine Spielen. Generell wird der Schwierigkeitsgrad des Spiels und die Anzahl der Gegner immer auf die Größe des Teams angepasst. Im Endgame bei den Invasionen wird es zu Beginn erst mal wieder etwas schwieriger, es ist aber immer noch alleine zu schaffen. Wenn ihr euch dann aber auf heroisch durchschlagen wollt, solltet ihr euch mit anderen Spielern zusammenschließen. Mit den Raids wird es zudem Aktivitäten geben, die auf Teamplay ausgelegt sind. Und meiner Erfahrung nach trifft man online immer ein paar anständige Leute, mit denen man viel Spaß auf den Beutezügen haben kann.

Falls ihr euch auch entscheidet, alleine in den Kampf zu ziehen, dann ist eine Gear-Set-Kombination aus Badger Tuff (Rüstung durch Kills), Guila Guad (mehr Modplätze) und Providence Defense (verkürzter Cooldown für Fertigkeiten) eine gute Option. Als Fertigkeiten kann ich euch zum Geschütz und der Reparaturdrohne raten.

Fazit.

“Massive Entertainment” kombiniert gekonnt RPG und Shooter Elemente mit einem Open-World Setting und vereint diese in einer detailverliebten Spielwelt, die euch zahlreiche Aktivitäten sowohl im Early als auch dem Endgame bietet. Abgerundet wird das Ganze von einer schönen Story, die sich wie ein roter Faden durch das Hauptspiel zieht und Lust darauf macht, mehr über die Welt und ihre Bewohner zu erfahren. Mit ” The Division 2″ ist “Massive Entertainment” ein mehr als würdiger Nachfolger mit vielen großartigen Neuerungen gelungen, die das Gameplay verbessern und für Langzeitmotivation sorgen. Fans des Open-World-Action-RPG-Genre, die dieses Setting mögen, werden hier voll und ganz auf ihre kosten kommen.

Wünschenswertes für die Zukunft

Für die Zukunft wünsche ich mir Support über viele Jahre, denn Massive Entertainment hat eine wirklich großartige Basis geschaffen. Es wäre schön, wenn hier später auf diesem Fundament aufgebaut wird und neben der geplanten Erweiterung von Stadtteilen auch ganze neue Städte als DLC ihren Weg ins Spiel finden. Z.B. könnte so die Stadt New York mit den neuen Features noch einmal erlebt werden oder ein neuer Story DLC schickt uns nach Los Angeles. Und natürlich wäre auch ein Next-Gen-Engine Upgrade oder zumindest ein Enhanced Update eine schöne Sache, wenn Sony und Microsoft erst ein Mal die PS5 und Xbox Next auf den Markt bringen.

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